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Familienurlaub mit Teenagern: Zwischen Freiheit, Nähe und Konflikten

Familienurlaub mit Teenagern ist oft ein Balanceakt zwischen Nähe und Freiheit. Warum Mitbestimmung, Freiräume und realistische Erwartungen entscheidend für entspannte Ferien sind und wie Familien Konflikte konstruktiv meistern können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Urlaub mit Teenagern kann wunderschön sein und gleichzeitig herausfordernd. Viele Eltern erleben gerade in dieser Lebensphase einen Spannungsbogen zwischen dem Wunsch nach gemeinsamer Familienzeit und dem Bedürfnis der Jugendlichen nach mehr Eigenständigkeit. Dabei geht es oft gar nicht darum, ob der Urlaub perfekt geplant ist, sondern vielmehr darum, wie sehr sich Jugendliche gesehen, ernst genommen und beteiligt fühlen.

Teenager befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase: Sie lösen sich schrittweise vom Elternhaus, entwickeln eigene Interessen und orientieren sich stärker an Gleichaltrigen. Genau deshalb ist es sinnvoll, Jugendliche aktiv in die Urlaubsplanung einzubeziehen. Nicht nur vor der Reise, sondern auch währenddessen. Das kann bedeuten, gemeinsam Aktivitäten auszuwählen, Tagespläne mitzugestalten oder Raum für eigene Wünsche zu schaffen. Entscheidend ist weniger, dass Jugendliche alles bestimmen dürfen, sondern dass ihre Interessen zählen und ernst genommen werden.

Typische Konflikte entstehen häufig dort, wo unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen. Während Eltern sich gemeinsame Unternehmungen und Familienzeit wünschen, sehnen sich Jugendliche oft nach Freiraum, Rückzug oder spontanen Erlebnissen. Auch verschiedene Vorstellungen von Erholung können Spannungen erzeugen: Für manche bedeutet Urlaub Entspannung und Ruhe, für andere Abenteuer, Bewegung oder soziale Kontakte. Solche Konflikte sind jedoch nicht ungewöhnlich, sondern Teil eines natürlichen Entwicklungsprozesses.

Aus psychologischer Sicht eignen sich besonders Aktivitäten, die Selbstwirksamkeit, Abwechslung und soziale Interaktion fördern. Sportangebote, kleine Abenteuer, kreative Workshops oder gemeinsame Hobbys können Jugendlichen das Gefühl geben, aktiv beteiligt zu sein. Vielleicht gibt es vor Ort einen Tennisplatz, einen Reiterhof oder kreative Angebote wie Schmuckgestaltung oder Fotografie. Besonders wertvoll sind Aktivitäten, die Jugendliche selbst auswählen oder mitgestalten dürfen.

Ein Urlaub wird für Jugendliche oft dann als gelungen erlebt, wenn er eine Balance aus Freiheit, Zugehörigkeit und positiven Erlebnissen bietet. Teenager möchten nicht das Gefühl haben, lediglich mitgeschleppt zu werden. Gleichzeitig bleibt die Familie trotz aller Abgrenzung ein wichtiger emotionaler Bezugspunkt. Besonders bedeutsam ist in diesem Alter die Peergroup: Die Möglichkeit, andere Jugendliche kennenzulernen, gemeinsam Zeit zu verbringen oder Kontakte zu knüpfen, kann entscheidend dafür sein, wie positiv ein Urlaub in Erinnerung bleibt.

Auch das Thema Handy sorgt im Familienurlaub häufig für Diskussionen. Dabei hilft es meist wenig, ausschließlich auf Verbote oder strikte Begrenzungen zu setzen. Für Jugendliche sind Handys nicht nur Unterhaltung, sondern vor allem soziale Verbindung. Sinnvoller sind klare, gemeinsam besprochene Regeln und Zeiten, die für alle nachvollziehbar sind. Nicht Kontrolle, sondern Kommunikation steht hier im Vordergrund.

Für einen entspannteren Urlaub mit Teenagern können Eltern drei Dinge besonders im Blick behalten: Erstens lohnt es sich, Erwartungen frühzeitig offen zu besprechen: was wünscht sich jede Person vom Urlaub? Zweitens helfen bewusst eingeplante Freiräume, damit nicht jeder Tag vollständig durchstrukturiert ist. Und drittens ist es wichtig, Konflikte nicht zu dramatisieren. Meinungsverschiedenheiten gehören in dieser Entwicklungsphase dazu und sind oft Ausdruck wachsender Selbstständigkeit.

Ein gelungener Familienurlaub mit Teenagern bedeutet deshalb nicht Harmonie um jeden Preis. Vielmehr geht es darum, trotz unterschiedlicher Bedürfnisse in Verbindung zu bleiben. Mit Offenheit, Flexibilität und gegenseitigem Verständnis.

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Lena Kuhlmann im Zeit-Magazin

Ein Beitrag im ZEIT-Magazin zeigt, wie gezielte Fragen Paaren helfen können, wieder in echten Kontakt zu kommen. Auch Lena Kuhlmann war beteiligt und gibt einen Impuls, Beziehungsmuster bewusster zu erkennen und zu verstehen.

Im ZEIT-Magazin wurden Therapeut:innen gefragt, welche Fragen Paaren helfen können, sich wieder näherzukommen und echte Verbundenheit zu erleben. Entstanden ist eine Sammlung von Gesprächsimpulsen, die dazu einladen, über den Alltag hinauszugehen und Gefühle, Bedürfnisse und Beziehungsmuster bewusst zu reflektieren.

Auch Lena Kuhlmann wurde im Rahmen des Beitrags befragt. Sie lenkt den Blick auf wiederkehrende Beziehungsmuster und regt mit ihrer Frage dazu an, Verbindungen zwischen aktuellen Konflikten und früheren Beziehungserfahrungen zu erkennen – als wichtigen Schritt hin zu mehr Verständnis und Entwicklung in Partnerschaften.

Hier geht’s zum Artikel: Diese Fragen stellen Therapeuten, um Menschen nahezukommen

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Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche – Besuch von LACRIMA in unserer Praxis

Im September durfte unser Praxisteam die Arbeit von LACRIMA, einer Trauerberatungsstelle für Kinder und Jugendliche, kennenlernen. Die Begegnung hat uns wertvolle Einblicke gegeben, wie Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer einfühlsam begleitet werden können – und neue Impulse für unsere eigene Arbeit gebracht.

Im September hatte unser Praxisteam die besondere Gelegenheit, die Arbeit von LACRIMA, einer Trauerberatungsstelle für Kinder und Jugendliche, näher kennenzulernen. LACRIMA begleitet Kinder und Jugendliche, die den Verlust eines nahestehenden Menschen oder auch eines Tieres betrauern, durch einfühlsame Gruppenangebote und wertvolle ehrenamtliche Arbeit.

Einblick in die Arbeit von LACRIMA

Während des Austauschs konnten wir uns einen umfassenden Eindruck von der Arbeit der Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter verschaffen. Besonders beeindruckt hat uns, wie LACRIMA Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum bietet, in dem sie ihre Gefühle ausdrücken, über ihre Erfahrungen sprechen und gemeinsam mit anderen Betroffenen Trost finden können.

Neue Impulse für unsere Praxis

Wir haben durch den Besuch viele hilfreiche Anregungen erhalten, wie wir trauernde Kinder und Jugendliche in unserer psychotherapeutischen Arbeit noch besser unterstützen können. Neben einer umfangreichen Auswahl an Literatur zum Thema Trauer finden Kinder und Jugendliche in beiden Praxisstandorten nun auch die Möglichkeit, eine eigene Gedenkkerze zu gestalten. Dieses Ritual bietet einen liebevollen und kreativen Weg, der Trauer Ausdruck zu verleihen und Erinnerungen lebendig zu halten.

Trauer ernst nehmen – Wege der Unterstützung

Trauer gehört zu den tiefsten Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche machen können. Der Verlust einer nahestehenden Person oder auch eines Tieres löst oft Gefühle von Schmerz, Verunsicherung oder Einsamkeit aus. Uns ist es wichtig, diesen Gefühlen Raum zu geben und gemeinsam individuelle Wege zu finden, wie Trauerbewältigung gelingen kann.

Unser Fazit

Der Besuch von LACRIMA war für unser Team eine große Bereicherung. Wir sind dankbar für die wertvollen Hinweise und freuen uns, Elemente dieser Arbeit in unsere Praxis zu integrieren. So können wir Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Zeiten der Trauer noch umfassender begleiten.

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Neues Buch: Ein gutes Gefühl 2

Das beliebte Gefühlstagebuch erhält einen Nachfolger: Ein gutes Gefühl 2 erweitert das Repertoire um zehn neue Gefühle – von Ablehnung bis Zuversicht. Kinder lernen damit, ihre Emotionen noch differenzierter wahrzunehmen und auszudrücken. Lena Kuhlmann hat die Entstehung des Buchs beratend begleitet.

Der Nachfolger eines der erfolgreichsten Kinderbücher der letzten Jahre - das Original kehrt zurück!

In Zusammenarbeit mit dem Berliner Verlag “Ein guter Verlag” ist nun der Nachfolger des beliebten Gefühlstagebuchs “Ein gutes Gefühl” erschienen. Lena Kuhlmann hat das Team bei der Entstehung von “Ein gutes Gefühl 2” beratend zur Seite gestanden.

In Ein gutes Gefühl 2 kommen 10 neue Gefühle hinzu. Von Ablehnung über Mitgefühl bis Zuversicht: Mit diesem erweiterten Repertoire können Kinder ihre Gefühle noch klarer kommunizieren und lernen besser zu verstehen, was in ihnen vorgeht.

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„Ich hatte einen schwarzen Hund“ – ein Kurzfilm über Depression

Der Verein Freunde fürs Leben e.V. hat den bewegenden WHO-Kurzfilm „Ich hatte einen schwarzen Hund“ ins Deutsche übersetzt. Er vermittelt eindrücklich, wie es sich anfühlen kann, mit einer Depression zu leben.

Um besser zu verstehen, wie sich eine Depression anfühlen kann, lohnt sich ein Blick auf den Kurzfilm „Ich hatte einen schwarzen Hund“. Der Film wurde ursprünglich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben und vom Berliner Verein Freunde fürs Leben e.V. ins Deutsche übersetzt.

Auf eindrucksvolle und zugleich leicht zugängliche Weise erklärt der Film, wie Depression das Leben beeinflusst, welche Herausforderungen Betroffene erleben und warum es so wichtig ist, Unterstützung zu suchen.

Wir empfehlen den Film allen, die sich über das Thema Depression informieren möchten – sei es aus persönlichem Interesse oder als Angehörige.

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Wie historische Erziehungsratgeber unsere Vorstellungen von Erziehung bis heute beeinflussen

Ein hörenswerter Beitrag von SWR2 Wissen zeigt, wie frühe Erziehungsratgeber bis heute Spuren hinterlassen haben – und warum Bindung und eine liebevolle Beziehung zwischen Eltern und Kindern so entscheidend sind.

Die Podcastfolge beleuchtet, wie populäre Ratgeberliteratur des 20. Jahrhunderts die Kindererziehung geprägt hat. Damals standen Strenge, Härte und die Unterdrückung von Gefühlen im Vordergrund. Viele Eltern wurden angehalten, ihre Kinder nicht zu verwöhnen und sie möglichst früh „abzuhärten“.

Die Folgen dieser Erziehungsstile sind bis heute spürbar: noch immer wirken Glaubenssätze nach, die Kinder auf Distanz halten und emotionale Nähe erschweren. Gleichzeitig zeigt die Sendung auf, wie wichtig Bindung, Empathie und liebevolle Zuwendung für die gesunde Entwicklung von Kindern sind.

Besonders spannend: Bindungsforscher Karl Heinz Brisch ordnet ein, welche Auswirkungen frühe Erfahrungen auf die kindliche Psyche haben – und warum es so wichtig ist, sich mit den eigenen Erziehungsvorstellungen auseinanderzusetzen.

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Die Sendung mit der Maus Spezial - Die unsichtbare Krankheit

Die Sendung mit der Maus erklärt Kindern auf einfühlsame Weise, was mentale Gesundheit bedeutet. Vier Kinder berichten offen von ihren Erfahrungen mit unsichtbaren Krankheiten – und zeigen, wie wichtig es ist, darüber zu sprechen.

Die Sendung mit der Maus hat sich dem Thema mentale Gesundheit gewidmet.

„Einem Menschen mit einem gebrochenen Bein oder einem schlimmen Husten sieht man direkt an, dass es ihm gerade nicht gut geht. Es gibt aber auch Krankheiten, die sind nicht so leicht zu erkennen und auch der Kranke selbst kann gar nicht genau sagen, wo der Schmerz sitzt oder wo er herkommt. Hier erzählen vier mutige Kinder, wie sich so eine unsichtbare Krankheit anfühlt und wie sie damit umgehen.“

Zur Sendung.

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„Nein“ sagen lernen – Interview mit Lena Kuhlmann im KORO Magazin

„Nein“ sagen fällt vielen schwer – sei es aus Angst, andere zu verletzen oder Beziehungen zu gefährden. Im Interview mit dem Koro Magazin erklärt Psychotherapeutin Lena Kuhlmann, warum es so wichtig ist, die eigenen Grenzen zu kennen und wie man lernt, sie klar zu vertreten.

 

Warum fällt es so schwer, einfach mal „Nein“ zu sagen? Viele Menschen möchten andere nicht enttäuschen oder fürchten, dass ein klares „Nein“ die Beziehung belastet. Manche sind so stark darauf bedacht, Erwartungen zu erfüllen, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen.

Im Interview mit dem Koro Magazin spricht Psychotherapeutin Lena Kuhlmann darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Grenzen zu kennen und zu schützen. Sie erklärt, dass der erste Schritt darin besteht, in sich hineinzuspüren: Wie geht es mir gerade? Was brauche ich? Nur wer seine Bedürfnisse kennt, kann klare Entscheidungen treffen.

Lena rät dazu, im Alltag kleine Übungen einzubauen, etwa bewusst die eigenen Gefühle wahrzunehmen oder zu reflektieren, woher die Schwierigkeit kommt, Grenzen zu setzen. Auch ein Blick in die Vergangenheit kann helfen: Welche Botschaften habe ich von meinen Eltern oder in meiner Familie über das Thema „Nein“ mitbekommen?

Für den Alltag gibt Lena praktische Tipps: Wer unsicher ist, kann zunächst innerlich prüfen, ob er „Ja“ oder „Nein“ sagen möchte. Auch ein leises, klares Nein ist erlaubt – ohne lange Rechtfertigungen. Wichtig ist, die eigenen Grenzen freundlich, aber bestimmt mitzuteilen.

Das vollständige Interview ist im Koro Magazin erschienen.

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